Hirschmannstiftung

In Erinnerung an seine entbehrungsreiche Studienzeit hat Richard Hirschmann im März 1969 die Stiftung gegründet, mit dem Bestreben angehende Wissenschaftler und Ingenieure zu fördern.

Zielsetzung

Die Stiftung legte Richard Hirschmann in die Hände des Instituts für Hochfrequenztechnik, heute wird das Stiftungsvermögen von der Universität verwaltet.
Die Erträge werden an vom Stiftungsrat ausgewählte Studenten der Fachrichtung Kommunikationstechnik ausgeschüttet.

CALL FOR PROPOSALS

Aktueller Stiftungsrat

Geschichte der Richard Hirschmann Stiftung

Richard Hirschmann hat sich 1924 aus wirtschaftlichen Zwängen heraus mit einem Ing. Büro für Dieselmotoren selbständig gemacht. Die Radiotechnik steckte noch in den Anfängen und war mit vielen Schwierigkeiten behaftet, insbesondere mit Kontaktproblemen bei den Steckverbindungen zwischen Antennendraht und dem "Geräte-Eingang" von Kristalldetektoren, wie auch bei der Verbindung zu den Kopfhörern. Er entwickelte einen einfachen, sehr robusten, kontaktsicheren Bananenstecker, den er in Einzelteilen herstellen ließ und in familiärer Heimarbeit montierte. Das Produkt überzeugte Industrie und Radiohändler gleichermaßen und nach entbehrungsreichen Anfangsjahren fing das kleine Familienunternehmen an zu wachsen.

Richard Hirschmann, Maschinenbauingenieur aus dem Zeppelin-und später Fahrzeugmotoren-bau kommend, erkannte und nutzte die Chance welche die neu aufkommende Radiotechnik bot. Er entwickelte und produzierte all die Erzeugnisse die für einen sicheren Empfang der Radiowellen notwendig waren.
Anwendungsfreundlichkeit, sichere Funktion und hohe Qualität waren seine Maxime. Gute Verbindung zu den damals noch spärlichen Hochfrequenzfachleuten und zu seiner Staatl. Ing. Schule Esslingen stellten sicher, dass seine Erzeugnisse eine hohe Marktakzeptanz besaßen, die das kleine Unternehmen weiter gedeihen ließ. So bald es die wirtschaftliche Lage ermöglichte, stellte er 1938 einen Hochfrequenz-Ingenieur von der Technischen Hochschule ein, der sich als herausragender Wissenschaftler zeigte und den weiteren Aufstieg des Unternehmen mit prägte. Mit der praktischen Anwendung höherer Frequenzen in der UKW-Empfangstechnik wurden ab 1948 die Anforderungen an die Entwickler immer anspruchsvoller.

Mit der Verbreitung des Fernsehens in den fünfziger und sechziger Jahren wuchsen die Märkte und damit auch das Unternehmen Hirschmann sehr schnell. Sehr bedrängend war es für die Hochfrequenzentwicklung, nicht genügend Nachwuchskräfte von den Technischen Universitäten gewinnen zu können. Die begrenzte Zahl der Absolventen wurden von Großunternehmen und auch technischen Behörden buchstäblich aufgesogen. In dieser für das Unternehmen existentiellen Notlage suchte Herr Hirschmann Kontakt mit der Universität Stuttgart, zu den Professoren Feldkeller und Bader. In der Folge wurden dann Vorträge vor Studenten gehalten und auch Exkursionen durchgeführt um den künftigen Absolventen die vielseitigen beruflichen Möglichkeiten in der Hf-Empfangstechnik aufzuzeigen. Bei den Diskussionen mit den Studenten war auch erkennbar, dass deren Möglichkeiten, sich auch außerhalb des Studienortes, etwa bei Fachtagungen, zu informieren aus finanziellen Gründen sehr eingeschränkt war.

In seinem Bestreben, angehende Wissenschaftler und Ingenieure zu fördern, aber auch in Erinnerung an seine eigene, unendlich schwierige und entbehrungsreiche Studienzeit nach einer Kriegsverletzung während des ersten Weltkrieges und in Dankbarkeit für seinen erfolgreichen Lebensweg als Unternehmer hat Herr Hirschmann eine Stiftung eingerichtet und in die Hände des Institutes für Hochfrequenztechnik gelegt. Im Oktober 1969 wurde Herrn Hirschmann von der Universität Stuttgart in Anerkennung seiner Verdienste als Unternehmer, Förderer der Wissenschaft und oft genug auch als wagemutiger Pionier einer neuen Technik , der Titel eines Senators ehrenhalber an verliehen.

Die Stiftung wurde am 12. März 1969 gegründet und mit 100.000 DM dotiert. Sie wird von einem Stiftungsrat betreut. Die Satzung besagt, dass der Stiftungsrat aus drei Personen besteht. Davon sind zwei ordentliche Professoren der Universität Stuttgart und eine Person soll dem Familienstamm Hirschmann angehören. Das Stiftungsvermögen wird von der Universität verwaltet und ist ertragbringend angelegt. Die erwirtschafteten Erträge werden satzungsgemäß an die von den Fakultäten vorgeschlagenen und vom Stiftungsrat ausgewählten Stipendiaten ausgeschüttet.

Durch eine gute Anlagepolitik und das hohe Zinsniveau in den siebziger Jahren, zusammen mit Rückstellungen hat sich das Stiftungsvermögen auf heute 168.114 € (23.1.2006).entwickelt. Das angewachsene Stiftungskapital ermöglich es heute, trotz der sehr niedrigen Anlage-Erträge die Ausschüttungen auf einem langjährig etwa gleichen Niveau zu halten.

Der Gründungs-Stiftungsrat bestand aus Herrn Prof. Dr.-Ing. A. Egger (Vorsitzender), Herrn Prof. Dr.-Ing. G. Kohn und. Herrn Dipl.-Ing.(FH) H. D. Mayer. Bis zum Jahr 2006 hatte Prof. Dr.-Ing. habil. F. Landstorfer den Vorsitz. Von 2006 bis 2008 hatte Prof. Dr.-Ing. T. Eibert den Vorsitz. Den Interims-Vorsitz von Oktober 2008 bis Juni 2011 hatte PD Dr.-Ing. N. Zhu.

Der heutige Stiftungsrat besteht aus Herrn Prof. Dr. J. Hesselbarth (Vorsitzender), Herrn Prof. Dr.-Ing. Stephan ten Brink sowie Herrn Dipl.-Ing. J. Dietrich Mayer.

Preisverleihung 2018

Preisverleihung 2018 (c)
Hirschmannstiftung Preisverleihung 2018

Pressemitteilung

Preisträger der letzten Jahre

2018 Maximilian Bader, Sven Ebeling, Marvin Geiselhart, Kathrin Land, Kathrin Ziehn
2017 Florian Euchner, Serafin Fischer, Mario Hüttel, Yannis Lever, Christian Rupp
2016 Christian Bentheimer, Julio Alberto González Marín, Tobias Gruber, Stefan Schibisch, Jens Schwardmann
2015 Lotte Rathgeber, Hannes Funk, Andreas Löcklin, Johannes Pfeiffer
2014 Raul Amirpour, Marc Fischer, Lorenz Hopfmüller, Matthias Schweikardt
2013 Faezeh Fallah, Yilin Yu, Sebastian Cammerer, Achim Daub, Tobias Tannert
2012            Sandra Naasz, Jörg Neuburger, Felix Nieuwenhuizen, Matthias Tonnier, Daniel Widmann
2011 Sebastian Haug, Karsten Schöck, Julian Zinßer, Julian Müller, Thomas Küster
2010 Sebastian Scholz, Alexander Faul, Fabian Baumann, Yiqun Liu, Peter Rohmann
2009 Cornelia Gulde, Philipp Marx, Martin Leppert, Elias Strigel, Daniel Bühler
2008 Marie-Elise Janoir, Mark Eberspächer, Christian Kurz, Frieder Schuler, Sebastian Wille
2007 Fabian Fertig, Stephan Wanke, Eugen Sworowski, Bastian Diem, Alexander Bräckle
2006 Sven Lill, Wolf Alexander Hauser, Jens Pichler, Zarah Maria Zeyer, Benedikt Lösch
2005 Stefan Ulrich, Frank Feller, Michael Schoor, Manuel Gärtner und Jirapat Methaseth
2003 Johannes Hoffmann, Joachim Klein, Andreas Müller, Daniel Effinger und Ulrich Münz
2002 Michael Fischer, Mark Jäger, Joachim Keinert, Nabil Muhammad und Stefan Trittler
2001 Jakob Demir, Michael Kürbitz, Michael Scharf, Gerhard Münz und Tobias Raff
2000 Frank Dawidowsky, Michael Mertens, Marc Necker, Michael Ohm und Jan Scheuing
1999 Agnieszka Rowinska-Schwarzweller, Nico Kämpchen, Lars Kujath, Stefan Russ und Hermann Buddendick